Zahnkeramik - Rundum bissfest…
Von Dr. med. fit. Beauty | 26. August 2009 | Kategorie: Zähne |Fast nichts vermag dem Selbstbewusstsein so zu schaden, wie unschöne oder kranke Zähne. Abhilfe schafft ein Zahnarztbesuch; jedoch oft zu einem „hohen Preis“: Der kranke oder auch beschädigte Zahn muss überkront oder ganz gezogen werden. Gründe für Zahnlücken gibt es viele: Und diese sind nicht immer Unsauber- oder Unachtsamkeit. Auch das Alter oder Krankheiten können dem strahlendsten Lächeln den Gar aus machen. Doch es gibt ebenso viele Möglichkeiten, diesem wieder auf die Beine zu helfen - mit dem richtigen Zahnersatz. Hier gibt es die unterschiedlichsten Materialien. Die heute noch am häufigsten verwendeten sind Gold, Kunststoff und Keramik. Der Unterschied liegt hier vor allem in der Auffälligkeit, im Preis und der Beschaffenheit.
Zahnersatz aus Keramik gibt es seit Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Formen: Von einzelnen Inlays über Brücken und Kronen bis hin zur Teleskopprothese. Zu Beginn eher als Edelersatz der höheren Preisklasse angesehen, hat sich die Zahnkeramik jedoch mittlerweile zur einer der beliebtesten Zahnersatz-Materialen entwickelt; dicht gefolgt vom Kunststoff. Auf Gold hingegen wird nur noch in den seltensten Fällen zurückgegriffen. Grund hierfür ist vor allem die sehr unauffällige Anpassung. Zwar sind Keramikinlays oder auch –Kronen im Gegensatz zur ebenfalls sehr unauffälligen Variante des Zahnersatzes aus Kunststoff, auch Komposits genannt, weniger bruchfest; jedoch ist Dentalkeramik nicht von den typischen, mit der Zeit auftretenden, starken Verfärbung des künstlichen Zahnes betroffen. Zudem ist Keramik immer noch sehr hart sowie abriebfest und verspricht so eine längere Tragedauer. Neben der Beschaffenheit der Inlays, Brücken und Kronen aus Zahnkeramik, überzeugt auch heute noch die hohe Natürlichkeit: Nur Keramik vermag es dem künstlichen Zahn oder auch Zahnteil den zahntypischen, milchigen Schimmer zu verleihen. Doch nicht nur das: Mittlerweile konnte die Herstellung und auch Zusammensetzung der in der Dentalkeramik verwendeten Stoffe und Materialien soweit ausgereift werden, dass ein Unterschied zu den „echten“ Zähnen mit dem bloßen Augen kaum mehr sichtbar ist. Und: Auch auf die ganz eigenen, unterschiedlichen Ansprüche der Patienten kann voll und ganz eingegangen werden. Somit gibt es die heutige Zahnkeramik nicht nur in zahlreichen Härtegeraden und in unterschiedlichsten Biegefestigkeiten, sondern auch speziell für Allergiker. Dies ermöglichen zum einen verschiedenste Werkstoffzusammensetzungen, etwa Zirconiumdioxid, aber auch die unterschiedlichsten Herstellungsverfahren – von Mischkeramik über Presskeramik bis hin zur Fräskeramik.
Aufgrund seiner sehr speziellen Beschaffenheit und der nötigen, präzisen und zeitaufwendigen Herstellung stellt Zahnkeramik jedoch auch eine kostspieligere Version des Zahnersatzes dar. Nicht zuletzt deswegen wird bei kleinen Inlays – etwa bei Füllungen oder im hinteren Mundraum versteckten Teilkronen – immer noch auf Kunststoff oder Metall zurückgegriffen.