Übler Mundgeruch
Von Dr. med. fit. Beauty | 22. Juli 2009 | Kategorie: Zähne |Mundgeruch ist nicht immer eine Krankheit. Durch den Verzehr von Speisen, die viel Knoblauch, Käse oder Zwiebeln enthalten, riecht der Atem automatisch unangenehm. Genauso verhält es sich, wenn der Magen gänzlich leer ist, wie es früh morgens zum Beispiel oft der Fall ist. Diese Form des Mundgeruchs verschwindet schnell wieder und lässt sich durch einfache Mittel wie einen Kaugummi oder Zähneputzen leicht eindämmen. Von einem ernsten Problem spricht man jedoch erst dann, wenn der üble Mundgeruch chronisch, also unabhängig von der Tageszeit und den verzehrten Speisen ist. Die Ursachen für diese Art von Mundgeruch können sehr vielfältig sein. Entzündungen im Mund- oder Rachenraum können genauso der Auslöser sein wie mangelnde Hygiene oder Magenprobleme.
Das Problem bei übel riechendem Atem ist sehr oft die Selbstdiagnose. Riecht man einen bestimmten Geruch ständig, so nimmt man ihn irgendwann nicht mehr wahr. Daher kann man seinen eigenen Körpergeruch nicht riechen, genauso wenig wie den eigenen Atem. Viele Menschen scheuen sich davor, einen Bekannten oder Kollegen auf seinen üblen Mundgeruch anzusprechen. Für die Betroffenen wäre ein dezenter Hinweis jedoch sehr hilfreich, da sie meist überhaupt nicht wissen, wie unangenehm ihr Atem riecht.
Wie das Problem am besten beseitigt werden kann, hängt ganz davon ab, wo die Ursachen dafür liegen. In jedem Fall kann jedoch eine gründliche Zahnhygiene dafür sorgen, dass das Problem zumindest eingedämmt wird. Betroffene sollten daher mindestens dreimal täglich ihre Zähne putzen und die Zwischenräume gründlich mit Zahnseide säubern. Zusätzlich empfiehlt sich die Verwendung einer antibakteriellen Mundspülung. Auch ein Besuch beim Zahnarzt kann helfen, das Problem in den Begriff zu bekommen. Der Spezialist erkennt Entzündungen im Mund- und Rachenraum und kann diese in den meisten Fällen auch gleich selbst behandeln.
Hat der Mundgeruch nichts mit den Zähnen zu tun, so kann der Hausarzt weiterhelfen. Er kann einen Patienten auf Stoffwechselstörungen untersuchen, den Magen genauer unter die Lupe nehmen oder die Ursache auf bestimmte eingenommene Medikamente zurückführen.