Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, äußert sich durch eine oder mehrere Kahlstellen, zumeist auf dem Kopf. Männer sind dabei häufiger vom kreisrunden Haarausfall betroffen als Frauen.

Typischerweise wird die erste kahle Stelle auf dem Hinterkopf entdeckt. Die übrige Körperbehaarung an Armen, Beinen, Rücken oder Bauch ist seltener in Mitleidenschaft gezogen. Die Kahlstellen wachsen meist bis auf eine Größe von drei bis vier Zentimetern Durchmesser an.

Die genaue Ursache für den kreisrunden Haarausfall ist weitgehend ungeklärt. Als möglicher Auslöser kommt beispielsweise eine Störung des Immunsystems in Frage, bei der das betroffene Gewebe als fremd angesehen und daher zerstört wird. Eine Infektion mit Bakterien käme als Ursache des plötzlichen Haarverlusts ebenso in Frage. Einige Studien gehen von einer psychischen Erkrankung aus, wobei ein direkter Zusammenhang noch nicht nachgewiesen werden konnte.

In manchen Fällen verschwinden die kahlen Stellen nach drei bis sechs Monaten auch ohne Behandlung. Eine Therapie mit durchblutungsfördernden Haartinkturen oder kortisonhaltigen Cremes bleibt meist ohne sichtbaren Erfolg. In schweren Verläufen der Krankheit sollte zur Abklärung und Behandlung immer ein Facharzt hinzugezogen werden - selbst wenn man dazu im Hausarztmodell vorher den Hausarzt aufsuchen muss. Der Facharzt kann bei sehr schweren Fällen und längerem Verlauf Kortikoide direkt in die Haut spritzen, um das Haarwachstum anzuregen. Alternativ bleibt das Thema Haarverpflanzung.

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